Frank Hänecke
Schweizer Radios und Musikanbieter.
Betrachtungen zur Schnittstelle zwischen Markt und Programm
Schottikon, Oktober 1998
Die Studie richtet sich auf die Schnittstelle zwischen Musikmarkt und
den Radioprogrammen in der Schweiz und untersucht das Zusammenwirken der
hier operierenden Vertriebe, Labels und Produzenten mit den privaten und
öffentlichen Hörfunkmedien. Diese bestreiten 70 bis 90% ihres
Angebotes mit Musik. Der überwiegende Teil des musikalischen
'Rohstoffes', aus denen die Sendungen erstellt werden vor allem Aktualitäten
, gelangt direkt durch Tonträgervertriebe oder sonstige Anbieter zu den
Stationen. Dadurch sowie durch begleitende Aktivitäten kommt dem Wirken
dieser Stellen eine überaus wichtige Bedeutung zu.
Wie gestalten sich die Beziehungen zwischen den Beteiligten? Wie
funktioniert das Zusammenspiel? Wie gelangt die Musik ins Programm? Wie
und mit welchen Mitteln wird in der Promotion gearbeitet? Welche
Bedeutung kommt den Sendern aus der Optik der Anbieter von Tonträgern
zu? Welche Ansprüche stellen sie an die Rundfunkveranstalter? Mit
welchen Massnahmen wird versucht, Sender zum Einsatz bestimmter Titel zu
bewegen? Was halten die Unternehmen vom Umgang der Radiostationen mit
ihren Eigenproduktionen, mit einheimischer Musik? Und was hält die
Branche von einer Quotenregelung?
Diese und viele weitere Fragen bildeten die Grundlage zu einer mündlichen
und schriftlichen Befragung der führenden Musikanbieter sowie einer
grossen Zahl mittlerer und kleinerer Unternehmen der Musikbranche.
Ergänzt werden die umfangreichen Resultate durch viele Zitaten von
Branchentätigen. Ausserdem wird auf die Situation des Schweizer
Musikmarktes eingegangen und die Funktionsweise der Musikprogrammierung
erläutert.
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