Schweizer Bands gegen verschärfte Asyl- und Ausländergesetze

Protest-Sampler «Rock Down» ab Mitte Juni 2006 im Handel

38 bekannte und weniger berühmte Bands aus der ganzen Schweiz beteiligen sich an einem Sampler gegen die Verschärfungen im Asyl- und Ausländergesetze, über die am 24. September 2006 abgestimmt wird. Sie stellen für «Rock Down» (RecRec) einen Song zur Verfügung, sieben Songs wurden exklusiv aufgenommen.

Der politische Sampler ist ein «Anrocken der Schweizer Bands gegen die zunehmende Verblocherung» (Tages-Anzeiger) und bietet einen Querschnitt der vielfältigen Szenen und Subkulturen der helvetischen Musik. Auch grosse Namen sagten zu: Züri West, Stiller Has oder Franz Hohler. Treibende Kräfte aus der Subkultur schickten Songs: Die Aeronauten, Allschwil Posse oder Fucking Beautiful. Die Elektroniker Waldorf sind vertreten, die Rockband Favez, der Rapper Gimma, der Dichter und Schriftsteller Pedro Lenz. Und sogar ein Bundesratssohn rockt gegen seinen Vater (ein Thema für den Blick): Chris Schmid bedient im Song «Velvet Sky» der Band Carnation die Gitarre.

Die meisten dieser Musiker Secondos oder mit Secondos aufgewachsen und von ihnen musikalisch beeinflusst: «Sie kennen die Realität in der Schweiz 2006 weit besser kennen als die populistischen Stimmungsmacher.» Gesetzliche Verschärfungen, etwa das Nichteintreten bei Papierlosigkeit im Asylgesetz oder die juristische Diskriminierung von Menschen ausserhalb Europas im Ausländergesetz, seien dagegen die Absage an jede humanitäre Tradition.

Vorgestellt wurde Rock Down Anfang Juni in Bern durch die Rapper Greis und Nega, die Musikerin Suzanne Zahnd und den Schriftsteller Pedro Lenz. Koordinator der CD ist Christian Trunz. Getauft wird der Sampler am 16. Juni mit einem Konzert von Patent Ochsner, King Kora, Greis sowie dem Möslang/Göldin/Gatsas DJ-Set im Dachstock der Berner Reitschule.

 
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