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(SMN) Anteil Schweizer Musik in den Charts 2005 bei 10.9 Prozent Hitparadenauswertung erbringt sehr gute Resultate, doch kaum Rekorde Das Positivste vorweg: Noch nie waren Schweizer Interpreten mit mehr Alben in der Hitparade vertreten als im Jahre 2005. Insgesamt tauchten 63 Langspiel-CDs unter den ersten 50 Positionen der offiziellen Charts auf. Bei den anderen Vergleichswerten wurden die Allzeit-Rekorde vom letzten Jahr jedoch knapp verfehlt. Singles und Alben zusammen erzielten diesmal eine Charts-Quote von 10.9 Prozent (2004 waren es 12.0) – davon 7.3 Prozent bei den Singles (2004: 8.4) und 14.4 (15.5) bei den Longplays (vgl. Berechnungsmodus unten). Das Marktvolumen für die heimischen Künstler ist somit in etwa auf dem Vorjahres-Niveau geblieben. Die knapp 11 Prozent stellen das zweitbeste Resultat seit Beginn der regelmässigen Auswertungen 1984 dar (Gesamtübersicht; PDF). Doch eine weitere massive Steigerung wie die ein Jahr zuvor hat es also nicht gegeben. Dazu fehlten offenbar weitere neue Anreize von Seiten der Künstler, deren Produzenten und Vermarktern. Impulse aus der Talent-Show Music-Star waren zwar spürbar, doch auch nicht mehr so gross wie bei der ersten Ausgabe, die Beachtung heimischen Musikschaffens durch die Medien, allen voran durch die Radiosender, blieb in etwa auf dem Stand von 2004 (vgl. Bericht zur CH-Quote am Radio). Und Mundart zieht weiterhin, der Boom scheint sich aber nicht mehr gross steigern zu lassen. Von Branchenbeobachtern wird das aktuelle Ergebnis einerseits als Konsolidierung positiv vermerkt – denn das vor Jahresfrist Erreichte war demnach kein Strohfeuer. Andererseits klingt leise Enttäuschung durch, dass es im ablaufenden Jahr nicht erneut zu einem Nachfrageschub gekommen sei, denn das Potential der heimischen Musikbranche sei vorhanden. In diese Betrachtungen einzurechnen ist die internationale Situation: Überall schrumpfen die Musikumsätze; eine Stagnation mit lokalem Repertoire ist so gesehen bereits ein Gewinn. Die meisten Punkte brachten vor allem Etablierte aus den populären Sparten. In der Abteilung Langspielproduktionen waren es unser Export-König, der Pop/Dance-Entertainer DJ Bobo mit «Pirates Of Dance» (Rang 1), die Balladen-Rocker Gotthard mit «Lipservice» (2), dazwischen auf Rang 3 der rappende Newcomer Stress mit «25.07.2003», dann die Basler Lovebugs mit «Naked» sowie auf den weiteren Plätzen Patent Ochsner, Florian Ast, der Serienproduzent DJ Antoine (gleich mit zwei Alben) und DJ Tatana. Der Music-Stars-Effekt zeigt sich dann mit Salome (Rang 10), Kandlbauer (11), Piero Esteriore (16) und drei Sampler (13,18 und 35) – siehe Tabelle. Für die Abteilung Singles gilt Ähnliches: HipHop, Rap, Rock, Mundart und die MusicStars-Hymne waren die Schlager des letzten Jahres – vorgetragen von Stress (1), Gotthard (2), Salome (3) dem Ensemble MusicStars (4 und 6), DJ Tatana feat. Morris (5), Baschi (7), Kandlbauer (8) Patrick Nuo (9) und DJ Bobo. Nicht erfasst werden in den Ranglisten der offiziellen Hitparade die Sammel-CDs. Dafür gibt es eine separate Rubrik. Und auch hier schneiden einheimische Produktionen gut ab: Rang 2 belegt «Street Parade Official 2005-Mixed By DJ Tatana», Platz 3 «S'Bescht Mundart Album wo's git 3» (das Pendent Nr. 4 ist auf Platz 8), auf Rang 5 liegt «Mainstation 05 House-DJ Antoine» und die Compilation «100% Bärndütsch» auf Position 11. Die statistische Auswertung wurde erstmals von hitparade.ch vorgenommen, da dort eh alle Daten der Hitparade gesammelt werden. Dies ermöglichte einen neuen Vergleich: Wird das Punktevolumen nicht auf die ersten 50 Ränge bezogen (wie das bisher im Langzeitvergleich geschah), sondern auf 100 Ränge, sinkt der CH-Anteile bei den Alben auf 13.6%, bei den Singles bleibt er mit 7.5% praktisch gleich. Schweizer Alben in der Hitparade 2005 *)
*) Statistik von hitparade.ch Schweizer Singles in der Hitparade 2005 *)
*) Statistik von hitparade.ch Die Hitparaden-Auswertung wird vom Online-Informationsdienst Swiss Music News (www.swiss-music-news.ch) seit 1984 nach einem einheitlichen Verfahren vorgenommen bzw. in Auftrag gegeben. Grundlage bildet die offizielle Schweizer Hitparade, die wöchentlich von Media Control ermittelt wird. Für das Jahr 2005 wurden in Zusammenarbeit mit www.hitparade.ch die Ausgaben vom 2. Januar bis 25. Dezember analysiert. Je besser die Platzierung, desto mehr Punkte gibt es: Für Rang eins werden 50 Punkte vergeben, Rang 2 erhält 49 und so weiter. Die Punkte werden addiert und mit den gesamten Punktevolumen der Charts innerhalb eines Jahres vergleichen. Hieraus ergibt sich der Anteil einheimischer Produktionen. Wie sich gezeigt hat, kann damit der Marktanteil des einheimischen Repertoires recht genau wiedergegeben werden. Noch besser wäre eine Übersicht, die auf konkreten Verkaufszahlen basiert. Doch diese werden von Media Control gar nicht und von den Vertrieben/Labels nur teilweise bekannt gegeben. Gesamtübersicht: Schweizer Musik in den Charts ab 1984 (PDF)
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