Kurz
nach der Türöffnung um 17. Uhr, war das Salzhaus in Brugg bis
auf den letzten Platz gefüllt. 700 Personen kamen, um Polo Hofer
und seine SchmetterBand ein letztes Mal zu sehen.
Die grössten Fans machten sich schon zu Beginn, den Platz vor
der Bühne streitig. Aber an Polo's Konzerten kommt niemand zu
kurz. So gibt es für die jüngsten, Polo nennt sie während des
Konzertes einmal die zukünftigen BundesrätInnen, stets ein Plätzchen
direkt am Bühnenrand.
Dann stapft die 57 Jährige Rocklegende auf die kleine Bühne.
Gekonnt rockt er los und hat sein Publikum schon nach dem ersten
Song für sich gewonnen. Jung wirkt er, der gebbürtige Berner,
wenn er zu seinen eigenen Songs vergnügt die Hüften schwingt.
Trotz seiner Routine mit Liveauftritten sieht man, beim genaueren
hinschauen, dass auch ein Polo zu Beginn des Konzertes, zittrige
Hände hat.
Gemeinsames Singen mit Polo
Die argauer Fans werden nicht enttäuscht. Sein gespieltes Repertoire
ist lang und so bunt gemischt, wie sein Publikum. Die älteren
singen bei "Im letschtä Tram" lauthals mit und die jüngeren
unterstützen ihn dafür eher bei dem neuen Hit, wie "Weisch no",
der zur Zeit das schweizer Radioprogramm veredelt. Aber das
schönste ist, bei Polo und seiner SchmetterBand singen alle
gemeinsam. Zeitweise sogar so laut, dass der Mundartrocker beim
Lied "Alperose" nur noch den Takt angeben muss. Zwischen den
einzelnen Liedern interviewt er die Kinder am Bühnenrand und
bringt von ihnen Dinge in Erfahrung, die das ganze Publikum
amüsieren.
Fanartikel in der Pause
Unterbrochen wird der ganze Zauber durch die 20 minütige Pause,
die Polo und seine Band zum Verschnaufen brauchen. Die letzten
Fanartikel wechseln noch den Besitzer, bevor die Band und Polo
wieder loslegen. Gestärkt durch die Pause, geben sie nochmals
alles, und begeistern jung und alt. Nach einer nicht allzu kurzen
Zugabe, ist dann die Luft entgültig raus und die Musiker verschwinden
in der Umkleidekabine.
Aufhören, wenn es am schönsten ist
Glückliche Gesichter verlassen das Salzhaus und bald schon beginnen
die Bühnentechniker, die ganze Infrastruktur wieder abzubauen.
Für die Meisten wird es wohl das letzte Mal gewesen sein, dass
sie Polo Hofer gemeinsam mit seiner SchmetterBand gesehen haben.
Schade eigentlich, waren sie doch so lange ein so gutes Team.
Matthias Mattenberger, 18.12.2002