Stiller Has

Zwanzig goldige Hasensongs
Mundart, Songs, Blues
Sound Service
11/07



Ein schönes Erinnerungsstück – oder eine gelungene Zusammenstellung für neue Stiller-Has-Kunden; in zwei Dekaden kommt da schon was zusammen. Von «Moudi» über «Summer», «Aare», «Znüni näh», «Gruusig» oder «Walliselle» und mehr lässt die Sammlung Unvergessenes der Berner Combo um den poetisch-knorrigen Sänger Endo Anaconda Revue passieren.

Die Geschichte bis dato beschreibt er selber: «Eigentlich wollte ich ja Pirat werden. Wer weiss in welchen Hafenspelunken ich heute herumdümpeln würde, hätte ich nicht in den wilden Achtzigern Balts Nill kennengelernt, mit dem ich in späterer Folge, nach einigen gemeinsamen, ebenso kuriosen wie kurzlebigen Untergrundprojekten, den «Stillen Has» in die Welt setzte. Dieses seltsam groovende Nagetier. Unsere ersten Auftritte waren eine Art Zweipersonentumult. Eine wilde Mischung aus Getrommel, Poesie, Sprechgesang und einigen Songs, welche Balts Nill lediglich mit einem Fuss­drums und einer Ukulele begleitete. Das aber in einem Wahnsinnstempo.

 So richtig ernstgenommen hatte uns damals wahrscheinlich niemand. Der ganze Irrsinn fand seinen Ausdruck in der ersten «Stiller Has» Kassette. Wir verkauften mit der Zeit über 4000 Stück davon. Die Covers schnitt ich eigenhändig mit der Schere aus, die Kassetten kopierte ich auf meiner altersschwachen Stereoanlage. Mittlerweile gibt es dieses Werk auf CD. Auf die erste Kassette folgten regelmässig weitere CDs (s. Discografie). Einige der Lieder auf dieser goldigen Auswahl sind zu echten Volksliedern geworden. Andere reflektieren, manchmal unfreiwillig komisch, die gesell­schaftlichen und politischen Umstände zur Zeit ihrer Entstehung. Im Umfeld der AJZ-Bewegung lernte ich ausserdem Schifer Schafer kennen, das heutige linke Ohr des Hasen, und auch all die anderen Leute, mit denen ich in weiterer Folge zwei Jahrzehnte lang unter dem Banner Meister Lampes die Magerkulturwiesen des deutschen Sprachraumes beäsen und düngen sollte: David Gattiker, Mich Gerber, Frank Gerber, Lukas Machata, Marco Maria, Chrigel Rechsteiner, Sam Jungen, Martin Silvferberg und noch einige mehr. Ihnen allen gebührt grosser Hasendank, weil sie mich ausgehalten haben. Mittlerweile sind wir alte Hasen und der «Stille Has» ist ein Twen geworden. Das ursprüngliche Klopferduo hat sich nach dem Abschied von Balts Nill zur Hasencombo gewandelt und ein Ende ist von unserer Seite her nicht geplant. Das Trommeln, Rammeln, Mümmeln und Hakenschlagen liegt uns halt im Blut.»    Endo Anaconda

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