Polo Hofer (Various)

Tribute
Hofer-Covers by CH-Bands
Sound Service
10/07



Drei Generationen erweisen dem Altmeister und Pionier ihre Reverenz: 16 MusikerInnen bzw. Bands, teils selber Stars, nehmen sich je einen Titel vor, den Polo Hofer mit seinen Bands populär, ja zu Volksliedern gemacht hat. Damit wird eine Lücke geschlossen. «Eine echte Ehrerbietung an den bekanntesten Schweizer Entertainer seit Hazy Osterwald haben wir bisher nicht gehört», kommentiert Sam Mumenthaler: «Polo Hofers Lieder werden oft gesungen. Auf Schulreisen und an Fussballspielen, unter der Dusche und im Schlafzimmer – und spätestens seit der Aufnahme ins Soldatenliederbuch auch auf dem Kasernenhof.»

Einen Beitrag beigesteuert haben – Ladies First – Corin Curschellas, Sandee und Sina, die die sensible Ader des Polteri schnell für mögliche Liebes-Injektionen offenlegen und die Melancholie des Clowns erforschen. Auch die Berner Rocker der zweiten Generation (die mit den 1960er-Jahrgängen), für die Polo eine umstrittene Vaterfigur war, nimmt sich den ernsthaften Polo und vorallem dessen Frühwerk vor: Wanderjahre („Es Blatt im Wind"), In-sich-Kehren ( „E Rägetag am Meer') Alter („Rote Wy”) , Lebenszirkel („Rösslispiel") und Abschied ( „Wenn mys letschte Stündli schlaf') sind ihre Themen. Polos Enkelkinder (die mit den 1970er und -80er-Jahrgängen) sind da schon wesent­lich unbefangener und machen sich seine griffigen Statements aus der Chilbirock-Zeit zu eigen: Adrian Stern nimmt „Giggerig" beim Wort und verpackt den Festzelt-Kracher in ein knisterndes Prince-Arrangement, Plüsch vergospeln und verjüngen das armeekritische „Defilee", die Rapper von EKR und Brandhärd erinnern an Polos Bekenntnisj muess es mit der Schnure mache" und texten den Texter zu. Michael von der Heide, QL und Bruno Amstad tasten sich an Polos Wurzeln zwischen Jazz, Cabaret und Southern Soul heran und setzen auf Roots, Rock und Reggae. Wie immer ausser Konkurrenz hoppelt der Stille Has ins Bild. Seine Hommage gilt nicht nur Polo, mitgeehrt werden auch Johnny Cash und die Tennessee Three, in deren Boom-Tschick-A-Boom Stil die „Tschäggete Chüe" Iosstampfen. Das gibt starke Knochen. Yeehaw!
Sam Mumenthaler

Kommentar von Polo Hofer zum Tribute-Album:
"Ich habe mich mein halbes Leben lang unter Musikern am wohlsten gefühlt. So freut es mich grundzipiell und prinzsätzlich, dass just aus diesen Kreisen ein TRIBUTE-Album erscheint, wobei ich keinerlei Einfluss hatte auf Idee und Produktion dieser CD. Ich fühle mich geehrt. Als ich mit ‚Rumpelstilz’ vor 35 Jahren mit dem so genannten „Mundart-Rock“ begann, gab es keine hiesigen Lieder zu Themen wie Sex, Religion, Politik, Rebellion etc. Da die Populärmusik ein Spiegelbild der Gesellschaft ist,  hört man die zeitgeistigen Veränderungen auch im vorliegenden Werk. Obschon einige dieser Song-Versionen weit entfernt sind von meinen Vorgaben, zeigt es doch, dass sich eine Identitätsstiftende Bewegung im einheimischen Musikschaffen entwickelt hat, die nun schon in die Vierte Generation geht. Jede Musiker-Generation zeigt ihre Befindlichkeit auf ihre eigene musikalische Ausdrucksweise. Die Musiker werden immer besser, die Technologie wird immer raffinierter, und die Branche immer vielseitiger. Das freut mich. Die Möglichkeiten, unsere vaterländische Muttersprache mit dem Soundtrack unseres Lebens zu verbinden, sind unendlich. Die Reise geht weiter, ich bleibe gwunderig."

 

Übersicht Releases & Reviews

 

 

Swiss Music Business- & Scene-News provided by

Copyright © Swiss Music News