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Ego-N
Here I Am
Schrägpop, Psychedelik
Bong, 74352, COD Music/MV
Bei
Sonicnet wurde diese fünfte Langspielproduktion des schrägen Baslers
zum «Album des Monats» erkoren: Nachdem nun Jack Stoiker nun schon in
den Homestories der Schweizer Illustrierten herumlümmelt, braucht es
nun einen neuen Stern, der auf den ausgetrampelten Pfaden der Dialektik
zwischen Dilettanz und Brillanz aufgeht. Auf diesen Pfad, den die «Ö
la Palöma Boys», Guildo Horn, Mambo Kurt und Helge Schneider schon
reichlich breit getreten haben, begibt sich der Basler EGO-N mit «Here
I Am». Doch der Happening- und Performance- Künstler schlittert nun
schon eine Weile hart an der Grenze zum Schwachsinn vorbei.
Für Credibility ist gesorgt: Sein
Erstling «Fuck The Piano» hatte es immerhin zur «Soundsplatte der
Woche» geschafft, sein Zweitling «Die Zukunft kommt» provozierte
dagegen hauptsächlich Kopfschütteln in den Promoabteilungen der
Plattenfirmen und in den Schreibstuben der Musikjournaille. «Here I
Am» bietet Klang-Kuriositäten wie «Ich bin in einem Lautsprecher
eingesperrt» (sprich: isch bin in eine Lautschprecher eingesperrt) oder
«Hier dusche ich» (Klanganalogien kann man sich vorstellen). EGO-N ist
Chanson am Rande des Nervenzusammenbruchs. Und dann gibt's da noch den
kategorischen Imperativ dieses Werks: «und plötzlich hast du das
Gefühl, sehr viel Alkohol trinken zu müssen». Genau. Hat man nach dem
Hören absolut. Für alle Freunde und Freundinnen des schlechten
Geschmacks ein unbedingtes Muss. Ganz sischer. |