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Eine Weile lang war ja nicht sicher, ob es ein drittes Album der Mundart-Hip-Hopper Sektion Kuchikäschtli geben würde, das, trotz des grossen Erfolg ihrer Zweitwerks «Nur so am Rand» (Goldstatus). Texter Renato «Rennie» Tobler fühlte sich ausgebrannt. Vielleicht half der Umstand, dass er und die zwei anderen (Claud, Stimpee Kutz) Kuchikäschtler ihr Heil in der Arbeit mit anderen CH-Bands suchten. Auf «Affatanz» erstrahlt das Trio in neuer Frische, auch wenn die charmanten Ecken und Kanten der Anfänge (Die Band kam 1999 zusammen) längst der Vergangenheit angehören. Die 17 Tracks zeigen Sektion Kuchikäschtli als souverän und abgeklärt im positiven Sinn. Die Beats passen punktgenau und grooven erfrischend locker. Die Musik darüber geht gut ins Ohr. Auffallend ist, dass die Souleinflüsse noch ausgeprägter sind als auf dem Vorgänger. Und viele Gäste sorgen für zusätzliche Vielfalt und Auflockerung. Textlich bietet «Affatanz» die gewohnte und immer wieder erfrischende Mischung aus Humor, Selbstironie, Nachdenklichkeit und Eigenwilligkeit (Rennie ist schliesslich Bündner). «Affatanz» bestätigt und festigt den Ruf von Sektion Kuchikäschtli, eine der originellsten und besten Schweizer Hip-Hop-Bands zu sein. RPA
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