No Future

Wohri Fründschaft

Skapunk, Punk

Punx, www.punx.ch

5/08

 


Der Begriff «No Future» ist ein Übrigbleibsel aus längst vergangenen Punktagen. Der Geist der frühen Punktage, wenn es den jemals gab, ist schon lange tot, und der Begriff ist bloss noch eine leere Worthülse. Irgendwie passt er aber doch zur Bündner Band No Future. So richtig Punk ist der 2001 ins Leben gerufene Fünfer nämlich nicht, eher Skapunk. Die Vertreter dieser Genres wollen ja bekanntlich vor allem Spass und viel Zukunft, um selbigen zu haben. Auch No Future wollen Spass: «Da ging aber mächtig die Post ab», heisst es im Pressebeiblatt. Abgehen tun auch einige der Songs ihrer Debüt-EP: Der skapunkige Auftakt «147 Täg» und das an Bad Religion und Offspring mahnende «Dudes». Variiert wird in «Go on» (klingt wie No Doubt) und dem Ska-Rap-Rock-Titelsong. Schön zu sehen, dass No Future in textlicher Hinsicht auf einer Linie mit den Punks der ersten Stunde liegen. Texte über Freiheit und das Militär waren ja schon damals fast Pflicht. Die Sex Pistols propagierten 1977 «No Future». Wiedervereinigt haben sie sich trotzdem immer wieder. In dem Sinne haben sicher auch No Future eine Zukunft. RPA  

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