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Die aus Luzern stammenden Neviss machen der
Westschweizer Indierock-Fraktion Konkurrenz. Das zweite Album der 1999
gegründeten Band reicht an die Klasse der Alben von Favez und zuweilen
Chewy heran. Neviss, die sich nach der höchsten Bergspitze
Grossbritanniens benannt haben, offerieren auf «Backseat travelling»
genau die gleichen wuchtigen Grunge-Riffs wie Favez, gepaart mit einem
feinen Gespür für süsse, vernuschelte Melodien. Manchmal meint man in
der Stimme von Beni Widmer den seeligen J. Mascis von Dinosaur Jr. zu
hören, der sich mit seiner scheuen Stimme durch die Songs tastet oder
mit seiner Gitarren eigenwillige Noise-Attacken aussendet. «Backseat
travelling» beweist einmal mehr, dass ausgereifte Melodien sich in
einem kontrastreichen Umfeld von Härte und Melancholie gut vertragen.
Übrigens: Die vier Mitglieder von Neviss waren bei ihrer Gründung alle
zwischen 17 und 19 Jahren alt. Respekt. (RPA)
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