Marygold

My bow, my arrow, my target

Indierock

EchoParkMusic, , www.marygold.ch

3/09

 


«Zu neuen Ufern, kollektiver Prozess.» Diese zwei Aussagen aus dem Pressebeiblatt zum neuen, dritten Werk der Luzerner Formation Marygold sind wichtig für das Verständnis. «My bow, my arrow, my target» klingt nämlich nur bedingt wie der Vorgänger «Dare, dare...surrender (2006). Der kollektive Prozess der veränderten Besetzung hat dabei sicher auch eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. Anstelle von K-cee Schinz (Bass) sind Kaspar von Grünigen (Bass) und Bernadette Soder (Orgel, Fender Rhodes, Piano, Synth.) dazu gestossen. Eines ist natürlich geblieben: Die Leidenschaft. Philipe Burrell, Sänger, formulierte das einmal folgendermassen: «Die Leute, die uns hören, sollen weinen.» Emotionalität wird angekündigt und auch eingelöst. Fiebrig kratzige Gitarren treffen auf hypnotische Loops, elektronische Einschübe kreisen um psychedelische Exkurse. Zu diesem Kontrast gehören auch Lärmausbrüche und ruhige Momente. Damit liegen Marygold irgendwo zwischen den späten, experimentellen Talk Talk, Radiohead und Janes Addiction. Vor allem die Nähe zu Talk Talk war so auf ihrem letzen Werk nicht spürbar. «My bow, my arrow, my target» mündet im grandiosen «Make the pieces fit», das perfekt die Essenz der drei Bands zusammennimmt. RPA  

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