Lole

Sugar and dry

Folk, Pop, Jazz

Betacorn Records, Réf 65638, Disques Office

6/07



 

 Olivia Pedroli alias Lole soll auf der Bühne eine ganz spezielle Ausstrahlung haben. Dieses Vergnügen hatte ich bis anhin leider noch nicht. Ihre zweite CD «Sugary and dry» lässt davon aber doch Einiges erahnen. Lole und ihre Band haben ein Gespür für facettenreiche und tiefgehende Musik, die ihre die Inspiration aus Folk, Pop und Jazz bezieht. Zum Auftakt offeriert die Band aus Neuchâtel angenehm fliessenden Folkpop, der nicht unähnlich zu den poppigeren Songs von Joni Mitchell ist. Der Schluss des besagten Song fällt aber ungewöhnlich rockig aus. Erdigen Americana gibt es etwas weiter mit «A home i cannot grasp». Drei Songs später darf es sogar eine Spur Bossa Nova sein. Hätten Mann oder Frau dazu noch einen Drink in der Hand, könnte glatt Ferienstimmung aufkommen. Wirklich grosse Gefühle bietet das nachdenkliche jazzpoppige «Please». Hier beweist Lole, dass sie bezüglich Tiefe einer Nora Jones mehr als nur das Wasser reichen kann. Und würde Nora Jones danach einfach so ins Fach garagiger Rockabilly wechseln und dabei auch noch eine gute Figur machen? Wohl kaum. Lole tut das. «Take me away» ist schliesslich zum Finger schnippen cool. Gerade Lole’s wunderbare und variantenreiche Stimme ist es, welche die Songs abrundet und vollendet! RPA  

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